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Was ich auf dem Zaun gelernt habe

Autorenbild: Alex Liesen
Alex Liesen
5. Okt.
2 Min. Lesezeit


Viele trifft man heutzutage in den Bereichen zwischen den Welten.

Suchende. Flüchtenden. Verirrte. Wanderer. Hüter. Wächter.

Viele Wege führen hinüber und man kann so einiges erleben. Die Intention vieler ist rein und es ist schön zu sehen was alles möglich gemacht wird. Doch jeder Anfang ist schwer. Man trägt das Ego mit sich herum. Man selbst sieht es nicht aber auf der anderen Seite sieht man es sehr deutlich. Der Mensch zu sein im Übermenschlichen ist etwas, das erfahren werden muss. Nicht mehr benötigt man. Eher weniger. Kein Feuerwerk an Methoden sondern Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit. Keine Titel sondern Mission. Es ist nicht das Äußere, das die Magie trägt. Es ist die Schwingung, die Frequenz oder sagen wir es anders… die Art und Weise. Das Herz dessen, was du tust.

Der Zaun oder die Schwelle ist kein Ort an sich. Er kann überall sein. Und manch einer übertritt die Schwelle ohne es zu wollen. Das Internet ist voller Infos über Geister, Rituale und lädt ein sich auszuprobieren. Symbole werden gemalt, sogar tätowiert. Oft fehlt das Große Ganze, um zu verstehen, was man damit tut. Runen werden auf Handgelenke gemalt und konsumiert - getragen wie billige Ketten, deren Symbole alles erdenkliche für den Träger tun sollen. Natürlich ohne Gegenleistung und vor allem ohne Konsequenzen.

Und jetzt kommen wir zu einer unschönen Lektion. Die Anderswelt ist kein Spielplatz und kein Ort für eine Safari. Es ist kein Zoo und dort laufen alle frei herum. Es ist kein Ramschladen und kein Wühltisch. Keine Konsumstätte.

Es ist wichtig die Reise vorzubereiten. Es ist wichtig sich selbst und das Ziel gut zu kennen. Es ist wichtig seine Verbündeten zu kennen. Es ist von Vorteil zu wissen was man da tut.


Oft gehen Reisen schief. Einweihungen haben manchmal unschöne Folgen. Sitzungen beim Geistheiler können heftige Komsequenzen haben. Neue Häuser oder Wohnungen können sich unangenehm anfühlen und sogar krank machen. Tattoos können ungewollte Signale senden. Scheinbar fast sakrale Gemeinschaften können auch sehr missbräuchlich werden.


Es ist nicht mehr leicht jemanden zu finden, der es ernst meint mit einem. Auch trauen sich viele selbstständige Profis nicht an Problemfälle heran.

Der Mensch hinter dem Übermenschlichen ist immer wichtiger geworden. Denn eine Urkunde oder ein Zertifikat ist kein Freischein und die Geister scheren sich einen Dreck um deine menschlichen Titel.

Vor allem durch die Runen habe ich Demut gelernt. Aber auch meine Kynfylgja hat mir deutlich gezeigt, wie das mit den Konsequenzen ist.


Also was habe ich nun gelernt ?

Suche nicht in fremden Ländern nach deinen Ahnen. Unser Land hat eine tiefe Magie und eine stark verwurzelte Mythologie. Die Runen können die Sprache deiner Seele werden. Glaube an dich und deine Vision. Es ist alles ein Geben und Nehmen. Ehre deine Ahnen. Verbinde dich mit deiner Fylgja. Gehe nie ohne sie. Sei dankbar. Helfe, wo du kannst. Bleib Mensch.






 
 
 

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