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Warum ausgerechnet Runen? Und was machst du damit?

Autorenbild: Alex Liesen
Alex Liesen
5. Sept.
3 Min. Lesezeit

Nach dem letzten Beitrag über TCM, Verbindung Körper und Geist sowie Physiotherapie stellten sich manche die Frage warum denn jetzt alles kaputt machen mit Spiritualität, Schamanismus und dann auch noch Runen?

Das will ich gerne erklären:

Als ich vor ein paar Jahren so richtig am Boden war, habe ich natürlich auch versucht mir selbst mit den Techniken aus TCM und Buddhismus zu helfen. Guess what? Es ging nicht. Keine Chance. Für mich und in meinem Fall hat etwas gefehlt. Ich brauchte Wurzeln für mein neues Ich. Nachdem ich immer und immer wieder auf einen Kurs hingewiesen wurde (wirklich oft und echt deutlich) hab ich den gemacht und dann auch gleich den Kurs für die Runen hinterher. Die Runen kamen mir schon öfter in meinem Leben entgegen aber es hat nie gepasst.

Ich hatte null Lust auf Schamanismus und nochmal etwas neu lernen, das dann wieder alles andere in Frage stellt. Doch etwas ganz anderes kam. Der Kurs war wegen Corona ordentlich aufgebohrt worden und ich bekam richtig viel Input für einen Kurs, der in Präsenz gerade mal drei Tage gedauert hätte. Ziemlich am Anfang kam auch gleich die Verbindung mit der Fylgja. Das änderte alles. Ab dann war es klar: Ich musste den Kurs mit den Runen einfach machen. Diesmal näherte ich mich aber anders und naja ihr seht ja jetzt alle 24 Runen als Tattoo - das macht man nicht mal einfach so aus Spaß.

Es hat mich geerdet. Sehr tief. Ich habe wieder Luft bekommen und Leben gespürt. Ein Leben, das so sein darf wie ich. Runen raunen rechten Rat. Aber sie tun nichts für dich. Sie nehmen dir nicht die Arbeit ab. Das hat mich voll mitgenommen. Sie erzählen, erklären, waschen dir den Kopf. Sie zeigen Wege auf und geben Halt, wo scheinbar nichts als ein schwarzes Loch ist. Sie sind wahrlich waltende Mächte. Ur-Kräfte. Mit ihnen habe ich meinen Kopf wieder frei bekommen. Ziele erreicht und Zufriedenheit mit mir selbst geschaffen.

In der Therapie können sie Dinge in Worte fassen, für die der Mensch keine Worte findet. Ein Symbol, das Wort, Gedanke, Emotion und Handlung sofort klar werden lässt.

Ja ich bin mir bewusst, dass die rechte Szene diese Zeichen missbräuchlich darstellt und die Runen deshalb keinen besonders guten Ruf haben. Ich bin deshalb jemand, der bewusst Runen zeigt und sehr gut erklären kann, was sie bedeuten und welchen Wert sie haben.

Spiritualität ist für mich seit meinem eigenen Break Down nicht mehr aus der Therapie wegzudenken. Eine solide Basis von Werten und klaren Bildern von sich und der Welt kann alle Maßnahmen in einer Therapie enorm unterstützen und sie evtl. erst möglich machen. Dazu muss man sich weder verkleiden, noch nackt ums Feuer tanzen. Aber mich persönlich stört es nicht, wenn es einer braucht. Fakt ist, dass da was passiert und nur weil es keine ach so tolle Studie gibt und es nicht evidence based medicine ist, hat es mich gerettet. Und das kann es auch mit anderen tun.

Also warum Runen? Die Sprache der Geister unseres Landes? Weil sie für mich zur Basis meines Lebens und meines Herzens geworden sind. Weil Dinge jetzt funktionieren. Weil Angst jetzt etwas ist, hinter dem sich Schätze befinden. Weil ich gesehen habe, wie ich für mich Unmögliches getan habe.

Weil meine Arbeit als Therapeut seither wesentlich besser und echter geworden ist.







 
 
 

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