Zuhause sein im Körper

Wir haben ein großes Problem.
Kaum jemand ist zufrieden mit sich und seinem Körper. Das alleine wäre noch nicht so schlimm wenn man nicht zu kurz denken würde.
Es ist ok noch nicht der oder die zu sein, die man gerne sein würde.
ABER. Was nicht zielführend und auch gesundheitlich negativ ist:
Keine Dankbarkeit dafür zu empfinden wie weit man schon gekommen ist. Sich selbst zu hassen weil die aktuelle Version es nicht schafft vom Fleck zu kommen oder auch dem Körper die Schuld zu geben.
Man stelle sich vor was energetisch im Körper passiert wenn man das tut.
Es ist übrigens völlig egal, ob du an sowas glaubst oder nicht. Der Körper reagiert auf deine Gedanken.
Jetzt wäre es ja einfach morgens ein paar Affirmationen in den Spiegel zu sprechen, die man auf einem teuren Seminar gelernt hat und gut ist.
Ne! Leider nicht. Wie bei jedem Training ist es eher die Konsistenz als das einmalige Volumen. Oder anders: der stete Tropfen höhlt den Stein.
Wichtiger als deine bewussten Gedanken sind die, die dir nicht bewusst sind. Das Hintergrundrauschen. Gedanken, Klein und unscheinbar. Aber ständig da. Sie werden zu Mustern und Glaubenssätzen. Und vor allem haben sie die Wucht starker Gefühle dabei. Und darum liegt der Hund begraben.
Angst, Scham und Schuld.
Drei Dinge, mit denen man sich nicht gerne beschäftigt. Sollte man aber! Und zwar bevor man die Licht und Liebe Seminare bucht. Dankbarkeit hat immense Kraft. Liebe und Licht natürlich auch. Aber vor dem Hintergrund des Rauschens von der Angst nicht zu genügen, der Scham jemand könnte einen wirklich ganz sehen, also auch die Schwächen und die Schuld, die man sich selbst gibt oder einem eingeredet wird man sei verantwortlich dafür wie sich jemand fühlt….. da gehen etliche PS verloren. Übrig bleibt ein kaputtes altes Mofa, das dann eine glänzende Zukunft manifestieren soll.
Naja. 🫤
Es spricht nichts dagegen, parallel zum Aufräumen des Kellers Dankbarkeit zu praktizieren. Das ersetzt aber nicht das Aufräumen.
Dein Körper speichert deine Gedanken. Also die, die laufend da sind. Verliebte Menschen sind hübsch. Sie strahlen. Erfolg sieht man auch.
Das, was man da sieht ist die Frequenz, auf der dieser Mensch die meiste Zeit des Tages läuft. Er hört die meiste Zeit des Tages einen Sender im Radio (Kopf). Die meisten von uns scrollen den ganzen Tag durch die Programme und zurück bleibt der Hintergrund. Es bekommt das Kraft auf das ich mich konzentriere. Ja das klingt nicht nur nicht einfach, es ist Arbeit. Es genügt eben nicht 45 Minuten am Tag auf der Yogamatte zu sitzen.
Dein Körper ist jedoch in der Lage zu helfen. Körper und Geist sind eine Einheit. Ich kann sowohl den Körper mit meinen Gedanken und Emotionen verändern. Aber eben auch über den Körper meine Gedanken und Gefühle verändern.
Bewusstes Gehen, Sport, Körperreisen. Ja auch Yoga, taichi, QiGong und all die tollen Dinge. Aber eben regelmäßig und immer. Sonst ändert sich kein festgefahrenes Muster in dir.
Viele Menschen machen viele Dinge richtig. Aber eben viel mehr falsch. Und genau deshalb kommen sie nicht vom Fleck.
Mache ich es besser? Manchmal ja, manchmal nein. Oft nein. Aber ich habe mich aus einem tiefen Loch geholt. Genau mit solchen einfachen Mitteln. Mein Körper hat dabei die entscheidende Rolle gespielt. Manche können besser über den Geist arbeiten, manche besser über den Körper. Deshalb ist es wichtig beide Seiten zu betrachten.
Heute bestrafe ich meinen Körper immer weniger. Ich höre täglich hinein und gehe hindurch und hinterlasse aktiv Gedanken und Gefühle. Ja, ich weiß! Das hört sich alles komisch an. Aber es funktioniert. Man muss die Philosophie dahinter weder mögen noch gänzlich verstehen. Fakt ist, es funktioniert.
Wenn du also deinen Körper nicht magst, dann magst du nicht, was sich darin angesammelt hat und was er spiegelt. Den Körper zu verändern dauert. Also erwarte nicht, dass sobald du es verstanden hast alles sofort gut ist. ABER: ab diesem Moment ändert sich alles. Durchhalten ist heutzutage nicht mehr so einfach. Deshalb weil man in den Medien lieber Leute zeigt, die alles im Griff zu haben scheinen. Da draußen in der wahren Welt kämpft jeder seine Kriege im Stillen. Sei lieber echt und belüge dich nicht selbst.



Kommentare