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2026 - wofür kämpfst du?

  • Autorenbild: Alex Liesen
    Alex Liesen
  • 3. Feb.
  • 4 Min. Lesezeit

Seit Jahren sind die ersten Monate des Jahres entscheidend für Menschen, die etwas ändern wollen.

Die Motivation ist hoch, man hat das neue oder noch ein altes Ziel eingeloggt und will loslegen!

Da gibt es aber bei gar nicht so wenigen Leuten ein klitzekleines Problem.

Man kommt nämlich nicht ausgeruht und erholt aus dem alten Jahr. Kein langer Urlaub, kein richtiger Abschluss des alten Jahres, Notdienste , Spätschichten, die Dunkelheit noch in den Knochen, et cetera.

Ja, ich weiß, ich reite darauf herum ABER :

Wenn kein ordentliches Energiemanagement da ist, wird es oft schon sehr schnell hässlich. Keine Pausen, man tut nichts für sich, spart sich alles auf auf den vermeintlich erholsamen Urlaub, in dem man dann krank wird. Ich kenne da einige Menschen, bei denen das so oder so ähnlich läuft.

Klar, man kann nicht alles kontrollieren aber einige Dinge schon! Ich bin wohlgemerkt schon für Härte gegen sich selbst. Arsch hoch, laufen, pumpen, an sich arbeiten…. Aber ich kann aus eigener Erfahrung sagen: überzogene Härte führt nicht nur im Sport zu Überbelastung und Verletzungen. Auch der normale Alltag, der oft alles andere als normal ist, zerrt an unseren Nerven und an unserem Körper. Es braucht einen Ausgleich.

Doch wie sieht der aus? Nach der Arbeit noch schnell ins Yoga hetzten? Sich um Parkplätze streiten und dann einen auf „ich arbeite an meiner Erleuchtung und bin spirituell“ machen?

Sein wir uns doch mal ehrlich: wir wissen meist ziemlich genau was uns fehlt und was wir tun könnten oder müssten, wenn wir denn bla bla bla.

Oder? Hab ich recht? Wir tun es nur nicht. Wir vernetzen uns zu wenig mit den richtigen Leuten. Wir versuchen zu oft den falschen Leuten zu gefallen, die wir eigentlich gar nicht brauchen und wir wissen das! Wir passen zu wenig auf unsere Gedanken und Gefühle auf. Wir sind einfach viel zu oft unbewusst. Klar macht Disziplin sehr viel aber sie sorgt nicht für uns. Ressourcen ist da ein großes Thema. Welche hast du? Woher ziehst du deine Kraft? Dabei musst du weder in irgendwelche Stereotypen passen, noch viel Geld ausgeben oder haben. Es ist nämlich eben nicht das teure Hotel, das dich glücklich macht. Nicht der Luxus, den du dir gönnst. Und auch nicht das neue Handy, Schmuck oder was du sonst so kaufst wenn du versuchst die Löcher in deinem Herzen zu füllen. Essen kann diese Rolle auch übernehmen wie man vermehrt überall sehen kann.

Es sind die kleinen Dinge: Ein lieber Gruß. Ein tolles Telefonat mit einem Freund. Ein Kaffee mit jemandem, der zuhören kann. Gemeinsame Zeit oder auch ein einsamer Spaziergang im Wald.

Das ist für jeden etwas anderes aber Fakt ist wir gehen nicht mehr gut miteinander um. Und erst recht nicht mit uns selbst! Wir ermutigen zu wenig. Urteilen zu schnell. Wir hören nicht zu sondern reden reden reden. Der Inhalt ist oft sehr dünn und die Beziehungsebene leer.

Wir wollen hoch hinaus aber sehen die kleinen Erfolge nicht mehr. Nicht ist mehr genug. Es muss immer dieses MEHR sein.

Bevor wir also etwas zu unserem Leben addieren wie zb Sport, ein neues Hobby oder Freundschaften um einen Ausgleich zu finden, sollten wir vorher erstmal ausmisten und einiges subtrahieren, das sonst nur ständig Energie saugt.

Es beginnt im Kleinen - zieht aber große Kreise.

Den schmalen Grat zwischen hart aber nicht zu hart, Fortschritt ohne Verletzung oder eben Erholung ohne sich anzulügen zu finden ist nicht einfach. Wer aber nicht sucht, findet auch nichts. Beginne klein aber beginne.

Auch der Körper ist etwas, dem viel zu wenig zugehört wird. Feine Signale sendet er. Immer. Aber im Trubel des Alltags verlieren wir nicht nur das Gefühl für Zeit, sondern auch den Bezug zu Realität und zu unseren Bedürfnissen. Es wird uns gesagt wir sollen mehr arbeiten, uns nicht so anstellen und wenn wir erst dies oder das erreicht haben, wird es besser. Na, wer kennt es?

Ich empfehle jedem, der sich in meinen Texten wiederfindet, sehr regelmäßig Körperreisen zu machen. Beginne mit dieser leichten Übung. Das dauert nicht lang, bringt dich zurück zu dir und deinem Körper UND:

Diese Technik verbindet dich wieder mit den Signalen deines Körpers. Du wirst überrascht sein, was er dir so alles sagt. Und zwar rechtzeitig! Denn sonst bist du angewiesen auf die Meinung anderer über dich selbst über deinen Körper. Das willst du nicht ! Glaube mir. Auch die Technik ist nicht immer nur nützlich:

Ich trage auch eine smarte Sportuhr, die mir versucht zu erzählen wie faul ich denn bin und wie ich den Tag gestalten müsse. Man muss aber nicht alles tracken. Nicht die Schrittzahl entscheidet über einen gelungenen Tag. Zumindest nicht nur. Technik soll uns dienen. Ich hab oft das Gefühl es kippt langsam und wird genau andersrum. Und wenn wir zudem nicht lernen wieder die Kontrolle über unsere Gedanken und somit über unsere Gefühle zu erlangen sind wir bald richtig am Arsch. Wir haben schon zu viele Leute, die getrieben sind, frustriert und latent aggressiv. Aber eigentlich sind sie traurig, fühlen sich einsam und allein.

Es ist kein leichter Weg zu Harmonie, Zufriedenheit und Gesundheit. Aber es ist etwas, das sich mehr lohnt als Followerzahlen, Bekanntheit, Geld, und Masken.

Meditation, Körperreisen, gute Gespräche, nährende Verbindungen und Bewegung in der Natur. Das alles macht dich nicht schwach. Es stabilisiert dein gesamtes System.

Doch wofür kämpfst du aktuell? Wohin fließt deine Energie? Werde einmal am Tag ruhig und beobachte.







 
 
 

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