…auf der anderen Seite der Angst…
- Alex Liesen
- vor 7 Tagen
- 4 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 7 Tagen
Heute teile ich etwas mit dir wofür ich mich vor ein paar Monaten noch geschämt hätte es zu erzählen.
Ich möchte dir damit zeigen, dass der Weg aus einem Loch zwar nicht schön ist aber Stillstand doch das Schlimmere ist.
Manchmal läuft man leer. Vieles fühlt sich plötzlich leer und sinnlos an. Man kann sich nicht mehr wirklich freuen und die Gefühle werden irgendwie taub. Man funktioniert, lächelt, hat sogar Spaß irgendwie aber hinter der Fassade ist es leer. Dieser Zustand ist nicht nur nicht schön sondern auch gefährlich.
Es passiert schleichend.
Doch dann ist da dieser Traum. Ich weiß noch genau wie es war. Ich war nach der Arbeit auf dem Weg zum Auto. Dort angekommen bekam ich eine Nachricht von einem Freund, mit dem ich Jahre keinen Kontakt mehr hatte. Er erzählte mir von einer Möglichkeit. Das wäre doch was für mich.
Ich fühlte mich bis dahin leer. Doch dann war da diese Möglichkeit. Noch bevor der Zweifel einsetzen konnte rief ich in dieser Kaserne an. Ich fuhr ein paar Tage später über 900km einfach dorthin um mich vorzustellen. Die Fahrt war auch eine Reise durch mein Leben. Ich hatte viel Zeit nachzudenken. Ich fuhr durch die Nacht. Mal fuhr mein Mut, mal hatte ich einfach nichts mehr zu verlieren. Ich hatte Angst, dass jemand bemerkt wie kaputt ich eigentlich bin. Ich war gerade dabei mich aufzubauen. Körperlich und auch emotional und spirituell. Aber trotzdem war ich nicht sicher ob man mich denn so annehmen würde. Ich kam dort an und ließ einfach alle Mauern fallen. Ich war gnadenlos ehrlich und hatte keine Ahnung wie das ankommen würde. Ich blickte in Gesichter, die mich dafür keinesfalls abwerteten. Die ließen mich spüren, dass ich richtig bin.
Seither ist viel passiert. Unglaubliche Dinge. Ich bin noch mehr der geworden, der ich sein soll. Der ich auch sein will. Ich verdanke dieser Angst die tiefsten Einsichten und die größten Errungenschaften in meinem Leben. Die Angst ist ein ausgezeichneter Lehrer. Aber sein Unterricht ist nicht beliebt.
Wenn ich mich heute anschaue sehe ich einen Menschen, zu dem ich damals auf der Fahrt aufgeschaut hätte. Ja, ich bin heute stolz auf mich. Und die Götter wissen, dass das nicht immer so war.
Sie hatten alle recht. Alle die in ihren Podcasts und Videos. Erst muss sich die Energie ändern. Dein Bild von dir. Dann erst kann sich etwas im Außen ändern. Nur muss man es erfahren. Man kann es sich Tausende Male anschauen oder anhören und trotzdem passiert nichts. Ich weiß das denn ich habe das genauso gemacht. Doch wenn du dranbleibst und Dinge tust, die das Neue innere Bild eben ausmacht… und das jeden Tag… dann ändert sich etwas in deiner Energiesignatur. Unmerklich verändert sich wie du denkst. Es ändert sich was zurückhallt aus dem großen Ganzen. Nenn es wie du willst. Denk darüber was du willst. Es existiert.
Zweifel gehen…langsam aber sie gehen. Das Bild von dir wird klarer. Stolz kehrt zurück und Kraft. Man sieht es. Du kommst deinem Bild näher und plötzlich ist es egal was andere denken. Du bist echt und das macht dich aus. Du versteckst dich nicht mehr. Plötzlich lebst du deine Vision.
Schon irre was ein Gespräch mit Männern ausmachen kann. Was ein Schubs in die wirklich richtige Richtung bewirken kann. Die Angst ist jetzt ein Zeichen für mich mich zu zeigen. Zu beweisen wer ich bin. Nicht für andere. Für mich.
Heute nenne ich mich Truppenschamane. Ich habe mir eine Vision gezeigt von meiner Fylgja als Tattoo stechen lassen. Ich spreche und vertraue den Geistern. Heute trage ich alle 24 Runen verdeckt auf dem Oberkörper, die Worte „shaman“ und „warrior“ sichtbar auf den Oberarmen und zwei Sätze auf der Innenseite der Oberarme, die mich sehr geprägt und mir sehr geholfen haben. Sie stammen von Chad Wright, einem Navy Seal, der in einem Podcast über den Codex sprach, nach dem er lebt. Ein Teil daraus hat mich sofort gepackt:
„I will never quit….I will be the one that is physically harder and mentally stronger than anything that comes against me….and I will work to maintain that position. You won‘t beat me.“
Immer wenn ich Zweifel hatte und mich nicht gut genug gefühlt habe hab ich mir dieses Video angeschaut. Sehr sehr sehr oft.
Also steht da jetzt auf mir: „physically harder“ und auf dem anderen Arm „mentally stronger“.
Nicht mehr weil ich es hören muss sondern weil es aus mir herauskommt. Ich bin aus einem gefährlichen, tiefen Loch herausgekommen. Mit nichts in der Hand. Nun ist es an mir anderen herauszuhelfen.
Ich kenne meinen Weg. Niemand kann mich davon abbringen, den Weg oder gar mich kleinreden. Ich weiß was ich weiß. Ich konzentriere mich auf meine eigene Reise. Ich vergleiche mich nicht und es ist mir sehr egal, ob andere meine Art und Weise gut finden oder nicht. Meine Kraft und meine Aufmerksamkeit gehören mir.
Hab keine Angst davor Angst zu haben. Dreh dich nicht weg wenn du sie spürst. Sie zeigt dir wozu du fähig bist.




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