top of page

Wie wär’s?

  • Autorenbild: Alex Liesen
    Alex Liesen
  • vor 2 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit

Ich mache nicht immer alles richtig. Ich gehe ungesund über Grenzen, weiß nicht alles und mache am liebsten alles alleine weil ich nicht gerne diskutiere ( und das nicht gerne weil ich oft denke nicht genug zu sein ). Ich erreiche nicht immer alle meine Ziele. Ich muss oft zurückstecken und mich neu sortieren aber ich gebe nicht auf.


In letzter Zeit ist mir ein Trend aufgefallen. Nicht nur auf Social Media, sondern auch im echten Leben. Wir sind immer weniger oft ehrlich zu uns selbst und reden andere Leute und deren Ziele klein. Nur weil wir selbst uns etwas nicht zutrauen, halten wir es bei anderen als unmöglich. Wir vergleichen uns zu sehr, vertrauen uns selbst zu wenig und das projizieren wir fleißig und möglichst ungefiltert nach draußen.


Gerade im sportlichen Bereich und bei neuen Projekten sehe ich dieses Phänomen. Beides erfordert Mut es zu beginnen.

Es gibt jedoch gerade auf Social Media nur noch Erfolgsgeschichten. Die erste Million, der erste Triathlon oder Marathon, und so weiter. Niemand spricht über die Überwindungen, Probleme, Zweifel und Strategien für ein Comeback nach Verletzung oder so etwas. Als ob alles immer gleich klappen würde.

Ich weiß ja nicht wie das bei euch läuft aber bei mir ist es keineswegs einfach.

Ich weiß warum ich gerne leiden muss und warum ich manchmal ungesund über Grenzen gehen muss um mich zu spüren. Ich weiß, dass ich damit und mit all dem „krassen Scheiss“, den ich so mache, ganz andere Dinge in mir kompensiere. Es ist mir bewusst. Und trotzdem ist es wichtig für mich das zu tun. Ich kämpfe. Ich kämpfe damit ich niemals wieder schreiend am Boden liege und am liebsten Schluss machen würde. Ich kämpfe gegen Dämonen und den Schweinehund und Dinge, die immer wieder mal hochkommen und versuchen mich zu lenken.

Ich weiß das weil ich durch meine Spiritualität wieder Zugang und Kommunikation mit mir selbst habe.

Ich biete sehr viele Angriffsflächen und gehe sehr offen mit meinem Inneren um. Ich habe keine Angst mehr von der Meinung anderer. Ich habe gelernt, dass nur ich mich selbst aufbauen oder zerstören kann.


Ich bin sicher viele von euch kennen Teile davon gut. Wir kennen uns eigentlich ganz gut. Nur sehen wir eben unangenehme Sachen lieber in anderen als in uns selbst, oder? Die Projektion hat den Vorteil der Distanz und wir können gut über andere reden aber wenn es dann um uns geht wird es schnell still. Denn wir vergleichen. Ist ja nicht so als ob keiner Probleme hätte aber es ist eben besser der andere hat sie und ich passe weiter so gut in die Gesellschaft, damit ich nicht auffalle. Denn wer auffällt, muss Meinung haben, Kante zeigen und sowas.


Ja ich weiß, provokant geschrieben. Aber so rede ich gerne mit mir selbst.


Ich habe eine Theorie:-) vielleicht sind wir ja nur so zu anderen weil wir so zu uns selbst sind?

Wie wäre es wenn wir mal darauf achten würden wie wir mit uns selbst reden? Wie wir uns selbst sehen? Was wir an uns mögen und was wir an uns nicht mögen?

Wie wäre es wenn wir mal wieder bei uns selbst anfangen? Selbstoptimierung ist doch voll im Trend oder?


Wie wäre es wenn wir an Chancen glauben würden anstatt nur Probleme zu wälzen?


Wie wäre es wenn wir an uns selbst glauben würden und im Bewusstsein wie schwer das manchmal sein kann dann andere anfeuern wenn sie sich trauen aus sich herauszukommen?


Wie wäre es wenn wir mal ein nettes Wort für uns übrig hätten?


Härte ist gut aber man kann eben nicht nur hart sein. Yin und Yang. ☯️


Wie wär’s? Denk mal drüber nach.







 
 
 

Kommentare


bottom of page