top of page

Das Problem mit der Work Life Balance

  • Autorenbild: Alex Liesen
    Alex Liesen
  • 7. Feb.
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 8. Feb.

Ich möchte heute mal ein besonderes Problem beleuchten. Aus meiner ganz persönlichen Sicht. Die heiß ersehnte und fast schon sagenumwobene Harmonie zwischen Arbeit und dem Alltag. Ein heißes Eisen in Betrieben aber relativ schnöde wenn man es sich mal genauer ansieht.

Für mich liegt das Grundproblem am Mensch selbst. Es ist nicht die Arbeit. Klar, die Löhne steigen kaum und die Kosten explodieren. Das führt zu einer grundlegenden Veränderung des Miteinander in der Gesellschaft. Auf menschlicher Ebene. Das ist schon eher das Problem. Die Arbeit erscheint schwerer, wenn man sich nicht gesehen oder gar als Mülleimer der Kundschaft sieht. Das ist jedoch wie gesagt eher das WIE und nicht das WAS, das Probleme macht. Es bringt nichts dann zu sagen man arbeite einfach weniger. Das funktioniert bis man sich daran gewöhnt hat. Dann ist die Last genauso hoch. Und man hat weniger Geld. So sehe ich das zumindest. Und dann frage ich mich welche Balance denn zu welchem Alltag geschaffen werden soll? Die meisten liegen zuhause rum und sehen fern. Einige machen Sport und wieder andere haben andere gesunde oder ungesunde Hobbys. Bei einer gestörten Work Life Balance erwartet man ja, dass ein Teil wesentlich zu kurz kommt oder? Meist sehe ich allerdings nur eine Unfähigkeit der Organisation, das Setzen fragwürdiger Prioritäten und das ewige sich-in-die-eigene-Tasche-Lügen. Denn:

Ich weiß ziemlich genau, ob ich mich gesund verhalte, ob ich genug schlafe und ob ich Raubbau an mir selbst betreibe. Das kann ich nicht der Arbeit in die Schuhe schieben. Auch das Verlieren von Träumen, das sich selbst Verlieren in Social Media und die ständige Ablenkung von wirklich wichtigen Dingen kann ich niemandem in die Schuhe schieben.

Es ist aus meiner Sicht nicht die quantitative Frage sondern eine rein qualitative Frage. Wie lebe ich? Wie arbeite ich? Habe ich denn noch Ziele? Schau ich nur wie ich den Tag rumkriege oder bilde ich mich weiter? Hab ich denn überhaupt noch Bock?


Meine schamanische Arbeit führt mich oft tief in die dunklen Ecken unseres Seins. Die sind dunkel weil wir unser Licht nicht wahrnehmen und uns nicht trauen Dinge wirklich zu beleuchten. Wirklich anzusehen, anzunehmen und etwas damit anzufangen. Man kann sehr sehr viel ziemlich schnell transformieren wenn man die Voraussetzungen dafür selbst erzeugt. Da liegt der Grund für viele Missverständnisse. Man muss sehr viel selbst tun damit Magie geschehen kann. Sie ist nicht einfach so da und tut alles für uns. Echte Balance bedeutet ganz viel Dysbalance auszuhalten. Damit umzugehen und zu lernen wie man in Richtung Balance kommen kann. Es nicht immer das perfekte Gleichgewicht das Richtige. Ehrlich gesagt fast nie. Manifestation, Wünschen, Zaubern. All das geht nur wenn man mit dem Auf und Ab des Lebens umgeht und es nicht verneint, verdrängt oder als Ausrede nimmt.


Ich habe gelernt, und zwar auf die harte Tour, wie wenig es bringt mit Gewalt etwas gegen das Leben zu machen. Balance bedeutet für mich auch zu scheitern. So richtig grandios. Unqualifizierte Meinungen anderer dazu auszuhalten. Selbstzweifel zu haben. Aber eben auch sich zu pflegen, sich aufzubauen, Freunde zu kontaktieren wenn man sie braucht, zuzuhören wenn die Geister sprechen. Und eben auch Möglichkeiten zu schaffen, in denen etwas passieren kann. Aus Stillstand und Selbstmitleid heraus entsteht meist nichts Wegweisendes.


Wenn ihr also wissen wollt wie Balance aussieht, geht in den Wald. Einen wilden Wald. Wo der Mensch nichts anderes ist als Besucher. Sieh hin wie der Wald mit dem Chaos nach einen Sturm umgeht. Unsere Emotionen dauern meist nur bis zu zwei Minuten an hab ich letztens in einem Artikel über Psychologie gelesen. Alles andere sind unsere Gedanken, die nicht loslassen wollen. Puh! Das hat gesessen. Darin finde ich mich leider viel zu oft. Auch das ist Balance. Auch das ist Leben. Aber ich stehe wieder auf. Ich kenne mein WARUM im Leben und ich habe Ziele. Große, verrückte Ziele und ich sehe mich selbst grinsen weil ich weiß wie wenig mich noch aufhalten kann. Ich habe alles selbst in der Hand. Ich muss es nur tun.


Sich dem Leben hinzugeben bedarf eines klaren Bildes von einer großartigen Version deiner Selbst.











 
 
 

Kommentare


bottom of page