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Die Tür

  • Autorenbild: Alex Liesen
    Alex Liesen
  • 24. Jan.
  • 3 Min. Lesezeit

Ich weiß nicht wer hier noch einen sehr holprigen Start in den Januar hatte aber ich habe eine Nachricht für dich.

Manchmal vergisst man wer man ist. Manchmal vergisst man wer man für jemanden ist und manchmal vergisst man zu glauben.

Manchmal verschluckt einen der Alltag. Mit Alltag meine ich Gedanken. Gedanken, die bewusst oder unbewusst ständig wiederholt werden und enorme Kräfte erzeugen können. Wir alle verfolgen Ziele. Große und auch kleine. Wir sind fokussiert, engagiert und diszipliniert. Wir halten durch, wir leiden dafür und lassen uns nicht ablenken. Das ist alles gut! Aber es ist kein Sprint. Es ist ein Marathon.

Es ist unglaublich wichtig zu wissen warum man etwas sein will, erreichen will. Es ist auch wichtig dranzubleiben. Sehr wichtig sogar. Doch jeder, der schonmal einen Langstreckenlauf gemacht hat weiß, was noch wichtig ist: Energiemanagement.

Ja, ich seh schon alle die Augen rollen weil das ja eh klar ist und JA! Jeder weiß das auch. Jeder weiß ganz genau was zu tun ist. Doch manchmal verliert man sich. Man verbeißt sich in etwas und verliert die Balance.

Jene Balance, die man verteufelt wenn man hart ist. Ich rede nicht von Dingen wie: mach mal langsamer oder so. Ich rede vom Fundament. Techniken und Maßnahmen, die man im Laufe des Weges denkt nicht mehr zu brauchen.

Pausen, Reinigungstechniken und Beobachtungsstopps. Das Innehalten ist kein Aufhören. Kein Zweifeln. Es ist ein Check. Hab ich alles? Bin ich auf meinem Weg? Muss ich etwas loslassen? Etwas mitnehmen? Was nehme ich als Energielieferant? Ist das geeignet für lange Strecken? Glukose vs Fett. Oder auch Motivation vs Disziplin oder auch wie bin ich verwurzelt wenn ich hoch hinaus will?

Auf dem eigenen Weg ist man meist einsam. Das kann ich unterschreiben. Dennoch gibt es Leute, die einen begleiten. Es lohnt sich mal den Kopf zu wenden, um zu sehen wer da links oder rechts von einem selbst unterwegs ist. Wer selbst genauso wackelt und auch Schwierigkeiten hat. Wer schnell sein will, geht allein. Wer weit kommen will, geht mit Freunden.

Viele von uns haben vergessen, dass wir nicht alleine sind. Sie sind gewohnt sich nicht mehr auf jemanden verlassen zu können und wollen für niemanden eine Last sein. Wir sollten uns wieder mehr umeinander kümmern. Zuhören, aktiv zuhören. Hineinfühlen. Verstehen statt nur schnell zu antworten. Da sein. Keine große Sache aber es kann für jemanden in Not einfach ALLES sein.

Ich bin sehr dankbar für meine Freunde und Wegbegleiter. Für die abgefahrenen, verrückten und starken Frauen und Männer. Die Heiler, die Wächter, die Lehrer und die Krieger.

Ihr alle macht etwas aus. Nicht nur euer Ziel sondern schon euer Weg macht viel aus. Geht weiter euren Weg doch wenn es schwer wird und einem die Kraft ausgeht kommt zusammen und lasst uns ein Feuer machen. Wir setzen uns, verschnaufen und reden uns gegenseitig unnötigen Ballast von der Seele, reinigen uns und gehen dann gestärkt wieder unserer Wege.

Als Zaunreiter darf ich zwischen den Welten sein. Dafür brauche ich eine starke innere Haltung und ein Gleichgewicht in mir auf allen Ebenen.

Wir alle brauchen das. Und ich kann nicht nur das Feuer in dir sehen sondern auch deine Mühen. Komm ab und zu zur Ruhe. Komm an unser Feuer und lass dich überraschen wer mit uns am Feuer sitzt.

Um dem Lärm des Alltags zu entfliehen reicht es oft schon einfach die Tür zu schließen. Aber vergiss nicht, dass es Tore sind.

„Türen sind zum aufmachen da. Sind ja keine Windmühlenflügel.“ Terrence Hill










 
 
 

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