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Gedanken zur Wintersonnenwende 2026

  • Autorenbild: Alex Liesen
    Alex Liesen
  • 20. Dez. 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Was ist Spiritualität im Jahre 2026 und warum ist sie mir so wichtig?

Ich werde oft gefragt warum denn dieser Teil überhaupt in der Task Force abgebildet werden muss. Darauf habe doch niemand Bock und das würde mich sehr viele Interessenten kosten. Nun, das sehe ich nicht so.

Wenn ich heute Angebote im Bereich Spiritualität googel, dann werde ich überhäuft mit Angeboten. Gerade zur Weihnachtszeit sind die Wintersonnenwende, Yule und die Rauhnächte ein Thema.

Ich denke, dass diese Zeit sehr wichtig ist, wenn man eine Vision hat. Wenn man weiß, wo man hinmöchte. Mir werden zu dieser Zeit vor der Sonnenwende ganz deutlich meine dunklen Seiten, Muster und nicht aufgelöste Dinge gezeigt. Ganz massiv und gnadenlos. Aber auch so wichtig. Allerdings muss das erstmal ausgehalten werden und glaubt mir - das fällt mir keineswegs leicht. Deshalb nenne ich diesen Teil in der Task Force auch maskuline Spiritualität und verbinde das mit dem Thema Krieger Mindset.

Die Erklärung wie folgt:

Spiritualität ist eine Tat. Man tut es. Man sitzt nicht mit Tee auf der Yogamatte und spricht darüber. Es ist entscheidend, wie ich an bestimmte Themen herangehe. Es ist kein Sprint, sondern ein Marathon! Die Version von mir jetzt kann nicht alles einfach auflösen und loslassen. Würde ich ja sonst total gerne tun. Aber es genügt nicht etwas auf einen Zettel zu schreiben und diesen dann betrunken vom Met mit einem kräftigen HAIL ODIN ins Feuer zu werfen. Ich muss still werden, diese Stille in mir aushalten können und mit dem klarkommen, was dann hochkommt.

Die Zeit vor der Sonnenwende ist nicht schön aber wertvoll. Meine Methoden und Techniken werden getestet. Getestet gegen Feinde, wie in einer Schlacht. Keine glorreiche Schlacht sondern eine stille - in einem drin. Eine, in der der der Feind mich besser kennt als ich mich selbst. In der ich nackt bin und nichts verstecken kann. Deshalb ist die Vision so wichtig und auch die Zusammenarbeit mit der Fylgja.

Wir alle kämpfen in uns drin. Egal, ob Mann oder Frau. Jung oder Alt. Das Ergebnis dieses Kampfes geben wir weiter an die nächste Generation. In meinen Visionen zeigte mir Fylgja eine Zeit, in der Spiritualität ein normaler Prozess des Erwachsenwerdens war. Er wurde geführt von älteren Mitgliedern des Stammes und war von großer Bedeutung für die Gesellschaft und deren Werte. Krieger, Sammler, Heiler, Schamanen… sie alle gingen auf ihren Pfaden durch diesen Prozess.

Ich denke uns allen als Gesellschaft fehlt dieser Teil ganz besonders. Nicht nur das Miteinander sondern auch Vertrauen, Selbstlosigkeit und eine Vision, wie denn alles sein sollte als Ideal. Diesem Ideal folgend können deine Handlungen gemessen und angepasst werden. Es ist eine Basis für ein verantwortungsvolles Denken und Handeln.

Ich bin weder ein Krieger im militärischen Sinne noch ein Schamane im alten Bild aber trotzdem durchfließen beide Energien meinen Weg. Auf diesem - meinen- Weg muss ich oft ein Krieger sein. So denken und vor allem so handeln. Genauso oft muss ich als Schamane wirken. Meine Motivation ist die Vision meiner Aufgabe, die ich erhalten habe: ich soll Kriegern von heute mit unsichtbaren Verletzungen helfen. Diesem Weg folge ich auch wenn sie mir alles abverlangt und sie all meine Ängste triggert.

Auch du hast eine Aufgabe auf deinem Weg. Kennst du sie bereits? Lebst du sie oder zögerst du?

Als Runen-Mann kann ich euch eines ganz sicher sagen : ihr habt alle dafür nötigen Energien in euch. Und wenn ihr lernt verantwortungsvoll und mit einer guten Portion Demut an die Magie unserer Ahnen herangeht, könnt ihr sie auch in 2026 pflegen und ohne Theater und Selbstdarstellung damit wirken. Mich haben die Runen gehört und gefunden. Sie haben mich Demut gelehrt aber auch den Glauben an und in mich. Sie haben mir eine Basis und eine Sicherheit in meiner Vision gegeben, die ich nie für möglich gehalten hätte.

Um sie zu ehren haben sie auch einen Platz auf meinem Körper gefunden.

Auf dem Weg der Heilung ist die Basis einer gelebten Spiritualität meines Erachtens sehr wichtig. Wir alle brauchen Heilung und sie ist auch Teil unseres Lebens. Wir leben und wir gehen und manchmal stürzen wir. Manchmal bricht auch ein Herz oder einige Erwartungen. Wir können nicht immer alles runterschlucken. Nicht immer stark sein. Heilung bedeutet auch seinen Platz im Netz der Gesellschaft zu finden und für seine Werte zu kämpfen.


Ich wünsche allen Lesern, Freunden, Brüdern und Schwestern einen bewussten Gang in die Wintersonnenwende und eine noch bewusstere und bewegende Zeit zwischen den Jahren.









 
 
 

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