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Warum ich das Heimkehr Ritual anbiete

  • Autorenbild: Alex Liesen
    Alex Liesen
  • 16. Mai
  • 2 Min. Lesezeit

Wer im Dienst für eine Gemeinschaft Opfer bringt und sich dabei einer Gefahr aussetzt ist für mich ein Held.

Zu einem Krieger wird er wenn er gegen alle Widerstände im Innen und Außen seinen Weg geht, um andere zu schützen.

Das sind meine Definitionen und es gibt viele.


Es gab eine Zeit, in der ein Krieger nach dem Einsatz rituell wieder in die Gemeinschaft aufgenommen wurde.

Sein Opfer für die Gemeinschaft wurde gesehen und er durchlief rituelle Handlungen, um aus dem Schrecken des Krieges wieder in die Gemeinschaft einzutreten. Es gab rituelle Waschungen, um sich von vergossenem Blut und auch von Handlungen zu befreien, die notwendig waren um zu überleben. Seine Rolle als Beschützer wurde geehrt und seine Wunden im Außen und im Inneren wurden versorgt.

Es wurde darauf geachtet dass der Krieger ganz zurückkehren konnte.

In der Vorstellung der Gemeinschaft war das System Seele keinesfalls esoterisch. Es war klar, dass der Schrecken des Krieges oder des Einsatzes Teile der Seele abspalten konnten. Es war normal und anerkannt dass der innere Schutz, die Fylgja des Kriegers dabei zurückgelassen werden konnte. Das war ein Schutzmechanismus für den Krieger in diesem Moment, aber fatal für das Leben danach. Also gab es Rituale, in denen diese Anteile des Kriegers zurückkehren konnten.


Erst dann war er wieder wirklich heimgekehrt.



Heute kämpft der Krieger als Einsatzkraft einen fast aussichtslosen Kampf an mehreren Fronten.

Es wird ihm seine Identität als Krieger und als Held aberkannt. Der Sinn seiner Arbeit wird öffentlich infrage gestellt. Kehrt er heim, empfängt ihn Bürokratie, Unverständnis, Arroganz und ein Gesundheitssystem, das zum Großteil damit beschäftigt ist Geld zu generieren.

Ein Krieger fällt ganz natürlich durch das Raster der heutigen Gesellschaft.


Die moderne Medizin ist fragmentiert. Man durchläuft viele Stellen, die oft nicht sehr gut miteinander kommunizieren. Der Mensch wird eingeteilt in Fachgebiete.

Je nach Beschwerde ist ein anderer Facharzt mit einer ganzen Abteilung zuständig. Der Orthopäde kümmert sich nicht um Schlafstörungen. Der Internist nicht um Muskelzucken und der Psychiater ist ratlos warum sein Patient sich ihm nicht öffnet.

Als Soldat krank zu sein kann gefährlich sein. Es hängen viele Dinge daran. Karriere, Dienstposten und sein Ruf innerhalb der Einheit.

Das ist ein erstzunehmendes Problem.


Ich möchte nicht weiter ins Detail gehen. Betroffene Kameraden und deren Familien wissen wovon ich da rede.


Ich möchte die Lücke zwischen der Schulmedizin und der Identität des Kriegers schließen.

Ich biete an es auf eine alte Weise zu tun. Das ganze Zurückkommen auf eine Art zu begehen, die sich Zeit nimmt. Die den Mut hat hinzuschauen. Eine, die anerkennt. Eine, die auf ganz alte Weise versteht.


Mir geht es nicht darum gegen eine Therapieform zu argumentieren. Es ist wichtig mit der Medizin zusammenzuarbeiten. Meine Ausbildungen geben mir dabei ein solides Standing in der Welt der Medizin aber als Schamane muss ich tiefer gehen.


Ich biete dieses kraftvolle Ritual als Begleitung an.

Ich weiß selbst wie dunkel die Welt werden kann wenn die Seele leidet. Ich stand selbst einmal am Abgrund. Bereit zu springen.

Das alte Verständnis über die Zusammenhänge, die Runen mit ihrer Kraft und tiefen Weisheit sowie eine neue Art mich selbst und die Welt zu betrachten haben mich gerettet. Meine Fylgja hat mich gerettet.


Zeit, das weiterzugeben.













 
 
 

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